Bischof von Banja Luka

Seine Exzellenz, der Bischof von Banja Luka Herr Jefrem

Der Bischof von Banja Luka, Herr Jefrem (weltlicher Name: Mile Milutinović) wurde im Dorf Busnovi in der Nähe von Prijedor am 15. April 1944 geboren. Er hat sechs Klassen der Grundschule in seinem Geburtsort und 7. und 8. Klasse in Sanski Most abgeschlossen, wo er danach Gymnasium besuchte.

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Durch den Aufbau der Christ-Erlöser-Kathedrale auf den Fundamenten der Dreifaltigkeitskathedrale, die im Jahre 1941 bombardiert und zerstört wurde, wodurch sie schwere Schäden erlitt, ging der lange bestehende Wunsch der Serben in Banja Luka nach einer monumentalen Orthodoxen Kathedrale auf dem schönsten Platz, im Herzen der Stadt , endlich in Erfüllung.

 

Christ-Erlöser-Kathedrale

 

In diesem Heiligtum spiegelt sich wie in einem einzigartigen Spiegel die Kraft und der Wille, der das serbische Volk dazu bewegte, seinen Glauben, seine Hoffnung und Liebe durch den Bau der Kirchen, in den solange es ein serbisches Volk geben wird zu Gott gesungen werden wird, zu verstärken.

 

Die ehemalige Dreifaltigkeitskathedrale stellt neben dem grundlegenden, religiösen Merkmal auch ein Denkmal dar, weil sie genau auf dem Platz errichtet wurde, wo im Jahr 1809 nach dem Mašićka- Aufstand zehn Serben und ihrer Priester ermordet wurden. Die heutige und in alle Ewigkeit Christ-Erlöser-Kathedrale, in der die Gebete zu Gott für alle ihre Pfarrkinder und das ganze serbische Volk emporsteigen, wird diese Tradition durch Gesänge für die Seelenruhe des Bischofs von Banja Luka, des Heiligen Märtyrers Platon und aller anderen Märtyrer, die ihr Leben für das ehrwürdige Kreuz, für den orthodoxen Glauben und für unser Vaterland gegeben haben, weiterführen.

 

Während der türkischen Besetzung war es den orthodoxen Serben nicht erlaubt prachtvolle Kirchen zu bauen, Kirchenglockengeläut zu hören und das Kreuz zu sehen. Deshalb wurden die Kirchen damals, die wie die Kirche von Pelagić in Banja Luka “Ćelija“ hießen, an versteckten und entfernten Orten gebaut.

 

Die Situation der orthodoxen Kirche in Banja Luka hatte sich während der Besetzung Bosnien und Herzegowinas durch Österreich-Ungarn im Jahr 1878 nicht viel geändert. Vielmehr wurde den Serben, gleich nach dem Einmarsch der österreichisch-ungarischen Truppen in die Stadt, das vorbereitete Baumaterial für den Bau der Kathedrale, für die schon das Baugelände gekauft war, weggenommen. Das Material wurde, ohne irgendeine Entschädigung für militärische Zwecke verwendet.

 

Die Kirchengemeinde Banja Luka war sich der Tatsache bewusst, dass es in Banja Luka keine Orthodoxe Kirche gab (zwei Kirchen haben die Türken während des Bosnisch-Herzegowinischen Aufstandes im Jahr 1876 verbrannt), so dass sie es für nötig hielt, im Jahr 1879 eine vorübergehende Kirche (in der Nähe des heutigen Kinos “Kozara”) der Heiligen Dreifaltigkeit bzw. der Entsendung des Heiligen Geistes zu bauen.

 

Der unstillbare Wunsch der hiesigen Serben, eine Kathedrale zu bauen, die zum Volk und zu einer Stadt, die im Jahr 1900 der Sitz der neu gegründeten Metropolie von Banja Luka-Bihać und des Metropoliten Evgenije Letica war, passte, war immer noch nicht erloschen.

 

Als die Einwohner Banja Lukas es an der Zeit fanden eine große Kirche zu bauen und im Jahre 1912 ein formierter Sonderausschuss für die Umsetzung sorgen sollte, brachen die Balkankriege aus und verhinderten die Verwirklichung dieses Traums. Darauf folgte der Erste Weltkrieg, der großes Unglück für die Serben in Bosnien und Herzegowina und ihre Gotteshäuser brachte. Danach erfolgten Verhaftungen, Internierungen und die sogenannten “hochverräterischen Prozesse“, bei denen die serbischen Führer vor Gericht gestellt wurden. Die Österreichisch-ungarischen Behörden nahmen die Glocken der Orthodoxen Kirchen herunter und schmolzen sie zu Kanonenkugeln um, wodurch viele Kirchenjuwelen für immer verlorengingen.

 

Erst am 13. Juni 1921 wurde auf der Sondersitzung der Kirchengemeindeverwaltung die Frage des Baus der Kirche offiziell aufgeworfen, was damals zu dieser Zeit, wie die Chronisten aufzeichneten, nicht nur für die Orthodoxen sondern auch für Banja Luka, die stolze Krajina und das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen von großer Bedeutung war. Die Vorbereitungen dauerten bis Anfang April 1922, als in der Kirchengemeinde eine Sondersektion für die Errichtung der Kirche gegründet wurde. Man wählte das Projekt des bekannten Belgrader Architekten Dušan Živojinović aus. Die Kathedrale wurde nicht, wie es vorher vereinbart wurde, auf dem Gelände der schäbigen vorübergehenden Kirche gebaut, sondern auf dem von der Stiftung gekauften Gelände namens Jabučik, das sich damals in der Stadt befand.

 

Die Bauarbeiten an der Kathedrale, die nach dem Plan in drei Jahren abgeschlossen sein sollten, wurden offiziell am 27. September 1925 begonnen. Schon am 05. Oktober desselben Jahres wurden die Fundamente von Metropolit Vasilije eingeweiht. Das Projekt war sehr ambitioniert und sollte acht Millionen Dinar kosten. Um an das für diese Zeit viele Geld zu kommen hatte sich die Kirchengemeinde sehr viel Mühe gegeben. Sie hatte vom Staat Hilfe gesucht und ihr Mitglied Đorđe Bajić nach Amerika geschickt um dort die Spenden für den Bau der Kathedrale, die man sich schon lange gewünscht hatte, zu sammeln. Trotz aller Schwierigkeiten wurde das nötige Geld besorgt. Eine Tatsache, die die Kommission für die technische Aufnahme im Protokoll feststellte „das Objekt wurde 40 Tage vor dem Fristablauf, nach drei Bausaisons, im Jahr 1928, fertiggestellt”,

weist darauf hin, wieviel Engagement die Einwohner Banja Lukas dafür einbrachten.

 

Aus Anlass des zehnten Jahrestages des Durchbruchs der Saloniki-Front wurde am 15. September 1928 der erste Gottesdienst, ein Dankgottesdienst in der neu errichteten Kirche abgehalten und bis Mitte 1929 war die Kirche von außen vollständig fertig.

 

Die Kathedrale, die mit einem sehr schönen an den Betonpfeilern befestigten Niedrigzaun aus Eisen eingezäunt war, dominierte den breiten Platz des Kaisers Dušan, der vierseitig von Straßen umgeben war. Um den Platz herum lagen die Korbweidensträucher, das Niedergras und der lebende Zaun. Die Kirche stand auf einem weißen Marmorsockel zu dem drei Treppen hinaufführten. Vom Sockel aus führten ovale Marmortreppenhäuser zu den Podesten vor den Eingangstüren, von denen es drei gab.

 

Die Fassade war zweifarbig mit schmalen horizontalen gelben und rötlichen Streifen die einander abwechselten. Sie ähnelte dem Kloster Dečani, wie sich die älteren Leute aus Banja Luka erinnern.